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Singen am Hohentwiel

Infos zur Lage, Geschichte und Wirtschaft

 

Singen ist eine Stadt mit etwa 46.000 Einwohnern und sechs Eingemeinden, die in Baden-Württemberg nahe Konstanz liegt und das Zentrum in der von erloschenen Vulkanen geprägten Hegau-Landschaft bildet. Erste Anzeichen der Besiedelung dieses Raumes gibt es schon für die späte Eiszeit. Es ist nachweisbar, dass in dieser Zeit der Petersfels und die Gnirshöhle bewohnt wurden. Viele archäologische Funde, wie Waffen und Gerätschaften aus Knochen und Stein können heute im Hegau-Museum in Singen bestaunt werden.

 

Erstmals urkundlich und damit offiziell erwähnt wurde die Stadt Singen im Jahr 787 unter dem altertümlichen Namen "Sisinga".

 

Etwa 200 Jahre später dann befand sich der Ort unter der Herrschaft des Klosters Reichenau, bevor er im 14. Jahrhundert in den Besitz der Herren von Friedingen überging.

 

Damals noch ein Dorf, übertrug man im Jahr 1432 Singen dem Kloster St. Gallen. Der 30-jährige Krieg brachte dann grundlegende Veränderungen mit sich und zog den Ort schwer in Mitleidenschaft.

 

Die Vorderösterreichische Regierung riss die Herrschaft vollständig an sich und ständige Belagerungen und Angriffe verhinderten eine Weiterentwicklung des kleinen Dorfes Singen immens. Gegen Ende dieser Schreckensperiode verwaltete zunächst der Tiroler Graf von Enzenberg den Ort, im Jahr 1810 fiel Singen an das Großherzogtum Baden. Von diesem Moment an entwickelte sich das Dorf stark. Durch das anbrechende Industriezeitalter entstanden Bahnlinien, was zu mehr Handel und Gewerbe führte, und besonders die Aluminium-Walzwerke ließen sich in der Stadt nieder (frühere Bezeichnung "ALUSINGEN", abgeleitet vom Schweizer Mutterkonzern ALUSUISSE). Mittlerweile ist das Unternehmen verkauft worden und gehört nun zu den größten Teilen dem australischen Verpackungshersteller Amcor sowie dem US-amerikanischen Unternehmen Constellium.

 

Singen Südstadt (vom Rosenegg aus)

Die Bevölkerungszahlen wuchsen und erst Bombadierungen im zweiten Weltkrieg konnten den florierenden Ort wieder etwas dämpfen. Jedoch war die Industrie kaum betroffen und so waren weiterhin schwarze Zahlen in Handel und Gewerbe zu verzeichnen. Heute lockt Singen Jahr für Jahr viele Besucher an, die besonders von den historischen Bauwerken begeistert sind.

 

Äußerst bedeutend und das Wahrzeichen der Stadt ist die Festung Hohentwiel, die im Jahr 914 erbaut wurde und allen Kriegen trotzte. Erst 1801 wurde die Festung von den Franzosen durch Sprengungen zerstört. 1849 kam der Hohentwiel zu Tuttlingen, 1969 wurde er Besitz der Stadt Singen.

 

Unter Denkmalschutz steht heute die im expressionistischen Stil gebaute Scheffelhalle, die 1925 nur provisorisch für eine Veranstaltung aufgebaut wurde, und die heute eines der interessantesten Gebäude der Stadt ist. Geschichtliches lässt sich im Hegau-Museum erkunden, welches ursprünglich ein Schloss war, welches Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut wurde und alle Schätze Singens beherbergt. Außerdem finden sich mehrere Kirchen und Kapellen in Singen. Das größte Singener Gotteshaus ist die katholische "Herz Jesu Kirche", die durch Erzbischof Thomas Nörber am 24. September 1911 eingeweiht wurde.

 

Noch heute bietet die Bahn einen der wichtigsten Wirtschaftszweige, da Singen ein bedeutender Knotenpunkt in Baden-Württemberg ist. Hier treffen 5 Strecken aufeinander. Außerdem haben sich bekannte Industrieunternehmen wie die Maggi AG, die Georg Fischer AG, Aluminium Singen (heute Amcor und Constellium) und Nycomed angesiedelt. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist das Hegau-Bodensee-Klinikum Singen, welches nach einer umstrittenen Volksabstimmung im Jahr 2012 mit dem Klinikum Konstanz zu einem regionalen Klinikverbund fusionierte.

 

Singen bietet dem Besucher ein breites Spektrum an Einkaufsmöglichkeiten, sowie ein vielfältiges Angebot an kulturellen Veranstaltungen. In der neugebauten Stadthalle kann der Kulturbegeisterte unter Konzerten, Musicals, Theaterstücken und Lesungen frei auswählen. Veranstaltungen wie das Cityfest oder auch Hohentwielfest direkt auf der Burgruine, bei dem weltbekannte Bands, Tenöre oder auch Jazzmusiker auftreten, sind jährliche Highlights in der Region. Weitere Besonderheiten sind die Erzählzeit, die Criminale oder auch die Museumnacht.

 

 

Ebenfalls erwähnenswert ist das Singener Top 10, eine - bei jungen Leuten - über die Region hinaus bekannte und beliebte Diskothek im seit vielen Jahren stetig expandierenden Industriegebiet.

 

Singerner Südbahnhof mit Blick zum Hohentwiel

Wer sich sportlich betätigen möchte hat wunderbare Möglichkeiten zu Wandern, Radtouren in der Landschaft, sowie um den Bodensee, zu unternehmen oder auch im großen neugestaltenen Freibad zu entspannen. Innerhalb von Singen kann der Besucher unter vielfältigen Fitness- und Wellnessangeboten auswählen und nahgelegene Ausflugsziele bieten viel Spaß und Kurzweil.

 

Bei einem Aufenthalt in Singen als Ausgangspunkt kann man interessante Tagestouren in die Schweiz, Frankreich oder auch Österreich unternehmen, mit dem Schiff auf den Rhein oder Bodensee die Schönheit der Landschaft genießen oder Radeln, Wandern, Trekken, Nordic-Walken und auch herrliche Ausblicke auf den schönen Hegaubergen genießen.

 

Singen am Hohentwiel besitzt - als Angelpunkt zwischen dem Dreiländereck - zudem aus wirtschaftlicher Sicht eine besondere Lage. Ein ansässiges Gründerzentrum, der neu errichtete Hegautower oder auch ein hervorragend erschlossenes Industriegebiet geben die Möglichkeit sich geschäftlich einen festen Boden zu schaffen.

 

Singen! Leben, Urlaub machen und Geschäfte voranbringen.

 

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